Abnehmziel
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Wie ein Abnehmziel dich zum Erfolg führt

Um erfolgreich abnehmen zu können, kannst du dich mit einem konkreten Abnehmziel besonders gut unterstützen. Warum das so ist und wie du deine Ziele formulieren musst, damit sie ihre Macht voll entfalten, darum geht es in diesem Artikel.

Dein Steinzeitgehirn arbeitet stets zielorientiert

Wir wollen es vielleicht nicht wahrhaben, aber der moderne Mensch hat sich seit der Steinzeit physiologisch so gut wie nicht verändert. Das gilt auch für sein Gehirn und die Art, wie sein Unterbewusstsein funktioniert. Vor 30.000 Jahren war es für uns Menschen besonders wichtig, zielführend zu denken und zu handeln. Sonst wären wir ziemlich orientierungslos durch die Gegend gerannt und am Ende verhungert oder von einem wilden Tier gefressen worden. Damals war das wichtigste Ziel, so lange zu überleben bis die Gene weiter gegeben wurden. Das gilt auch für dich in der heutigen Zeit.

Natürlich ist es für uns nicht mehr so leicht zu verhungern und die Wahrscheinlichkeit, von einem wilden Tier gefressen so werden, ist in Berlin Mitte oder Köln Ehrenfeld jetzt auch nicht so riesig. Was allerdings weiter gilt ist, dass du ohne Ziele im Leben orientierungslos vor dich hin dümpelst und deinen Weg niemals finden wirst. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du dir Ziele setzt und zwar egal in welchem Lebensbereich. Auch das Abnehmen kannst du dir dadurch erleichtern.

Die Energie folgt deinem Fokus

Hast du dich einmal auf ein Ziel verständigt, fokussiert sich dein Gehirn nämlich und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Dinge, die bei der Zielerreichung hilfreich sind. Dein Unterbewusstsein filtert ständig deine Sinneseindrücke und lässt nur das an die Oberfläche, was es im Augenblick für wichtig hält. Hast du dir ein Ziel gesetzt, dann beeinflusst es, welche Eindrücke, Gefühle und Erfahrungen du bewusst wahrnimmst.

Vielleicht kennst du das, du hast dich entschieden dir ein neues Auto zuzulegen. Nehmen wir an es handelt sich um einen Smart. Plötzlich siehst du auf der Straße nur noch kleine Smarts durch die Gegend flitzen. Du hast geradezu den Eindruck, dass plötzlich viel mehr von diesen Autos auf der Straße wären. Nur stimmt das so natürlich nicht. Dir sind sie vorher nur überhaupt nicht aufgefallen, weil dein Gehirn sie als unwichtige Information herausgefiltert hat. Jetzt wo es dein Ziel ist, dir selbst so einen kleinen Flitzer zuzulegen, lenkt dein Unterbewusstsein deine Aufmerksamkeit auch darauf.

Wie du ein wirkungsvolles Ziel formulierst

Wirkungsvoll und hilfreich ist ein Abnehmziel allerdings nur, wenn du bei der Formulierung auf einige Dinge achtest.

1. Dein Abnehmziel muss so klar und detailliert wie möglich sein

Je klarer dein Abnehmziel formuliert ist, desto leichter kann dein inneres Navigationsgerät dich dorthin lotsen. Gibst du in dein Navi „Köln“ ein, so leitet es dich meist irgendwo in den Ortskern. Du hast aber auch die Möglichkeit einen Stadtteil, die Straße, die Hausnummer oder sogar die Nummer des Apartments in das du willst anzugeben. Je genauer und je klarer du dein Ziel definierst, desto besser weiß dein Gehirn, wo du wirklich hin willst. Wenn du dein Ziel erreicht hast, musst du das auch erkennen! Das geht nur, wenn es ganz klar ist. „Ich will schlank sein“ ist kein Ziel, sondern ein Wunsch. „Ich will 10 kg abnehmen und wieder in meine Lieblingsjeans oder in eine bestimmte Kleidergröße passen“, ist schon etwas besser.

2. Dein Unterbewusstsein versteht keine Verneinung

Dein Steinzeitgehirn hat große Schwierigkeiten damit Verneinungen zu verstehen. Folgenden Satz kennst du bestimmt: „Denke jetzt nicht an einen rosa Elefanten!“ was passiert? Genau, vor deinem inneren Auge siehst du plötzlich einen rosa Elefanten. Viele Experten sind sogar der Meinung, dass unser Unterbewusstsein gar keine Verneinungen begreift. Das heißt, wenn deine Zielformulierung lautet „Ich will keine Schokolade mehr essen.“ kapiert dein Unterbewusstsein das gar nicht und fokussiert sich sogar auf die Schokolade und du siehst und riechst sie plötzlich überall. Denn als Botschaft bleibt in deinem Unterbewusstsein: „Ich will Schokolade essen.“ hängen. Sag deinem Unterbewusstsein also einfach, was du willst und nicht was du nicht willst.

3. Formuliere dein Abnehmziel in der Gegenwart

Du hast ja hier bereits gelernt, dass dein Unterbewusstsein es sehr schwer hat zwischen Realität und Vorstellung zu unterscheiden. Das kannst du dir auf mehreren Ebenen zunutze machen, auch bei deinen Zielen. Unser Unterbewusstsein ist manchmal etwas schräg. Es verwendet nämlich mehr Energie darauf, dass wir Dinge, die wir bereits erreicht haben behält, als auf neue Dinge, die wir wollen. Sagst du dir also statt „ich werde abnehmen“ lieber „mein Ziel ist es 55 kg zu wiegen.“ oder „Ich nehme 10 kg ab.“, dann setzt dein Unterbewusstsein sehr viel mehr Energie frei. Verwende bloß keine Worte wie „versuchen“, denn dann wird es auch nur beim Versuch bleiben.

4. Setze dir eine realistische Deadline

Wurde dir schon einmal eine Aufgabe übertragen, für die es keinen Abgabetermin gab? Wenn ja, wie viel Motivation hattest du sie auch auszuführen? Wahrscheinlich nicht so viel. Vielleicht kennst du den Satz: „Ich habe solange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.“ Das liegt daran, dass unser Gehirn zur Bewältigung seiner unzähligen Aufgaben im Hintergrund Prioritäten setzt. Aufgaben, die zeitnah abgearbeitet sein müssen, erhalten eine höhere Priorität und werden schnellst möglich angegangen.

Deine Energie wird dort fokussiert und du erledigst, dank deines Unterbewusstseins alle relevanten Arbeiten. Du solltest dein Abnehmziel also terminieren und dir ein Datum setzen, wann du es erreicht haben wirst. Sei allerdings realistisch. Nichts ist demotivierender als ein Ziel, das du gar nicht erreichen kannst. 10 kg in 4 Wochen? No Way! Setze dir also ein Ziel dass nicht zu leicht und nicht zu schwer zu erreichen ist. 10 kg in 10 Wochen ist schon besser. In 12-15 Wochen absolut machbar!

Und jetzt bist du dran

Schreib dir dein wirkungsvolles Ziel unbedingt auf und zwar von Hand auf ein Papier! Nachgewiesenermaßen werden durch das Schreiben mit der Hand tiefer liegende Hirnareale angesprochen und es entstehen Verknüpfungen, die du mit dem Tippen am Computer niemals erreichen kannst. Formuliere dein Ziel nach den Kriterien und dann verpflichte dich dazu es zu erreichen. Setze es wie einen Vertrag auf und hänge es an den Kühlschrank oder sonst wohin, wo du es häufig siehst und es dich erinnern kann, was du wirklich willst.

Motiviere dich deine Ziele zu erreichen

Gleiche dein Ziel mit deinem Warum ab! Hier habe ich ja bereits über die Kraft des „Warum“ geschrieben. Hast du dir darüber bereits Gedanken gemacht und hast deines schon gefunden? Wie kann dir das Erreichen deines Ziels dabei helfen auch deinem Warum zu dienen? Was genau macht dein Ziel so attraktiv für dich? Welche Vorteile hast du dadurch und welche wunderbaren Folgen hätte es für dich, dein Ziel zu erreichen?

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