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Wie du dich von Lasten befreist

Wir tragen weit mehr Lasten mit uns herum, als nur unser Übergewicht. Oft sind diese Lasten sogar der Grund dafür, dass wir zu viel auf den Rippen haben. Ich bin der Meinung, dass Gewichtsprobleme immer etwas mit Lasten und Belastungen auf mehreren Ebenen zu tun hat. Wir alle wissen, wie Abnehmen theoretisch funktioniert. Und doch fällt es vielen unfassbar schwer, weniger Kalorien aufzunehmen und damit abzunehmen. Viele Menschen leiden unter Esszwängen, Heißhunger und emotionalem Essen. Sie essen mehr, als ihrem Körper gut tut und das wider besseren Wissens. Bei mir sieht das nicht anders aus und deswegen habe ich mich schon sehr häufig gefragt, was dahinter steckt.

Dein Körper ist Spiegel deiner Seele

Wir empfinden Körper, Geist und Seele oft als getrennte Einheiten. Das ist ein Trugschluss. Sie sind eine Einheit und gehören zusammen. Alle diese Teile bilden dein Ich! Das bist alles du! Deshalb ist es auch so, dass ein Ungleichgewicht in Geist und Seele sich auch auf deinen Körper auswirken. Wenn du dich innerlich schwer und belastet fühlst, kann das dazu führen, dass auch dein Körper schwer wird und du zunimmst.

Was dein Unterbewusstsein damit zu tun hat

Dein Unterbewusstsein versucht, durch Essen dein Wohlbefinden zu steigern. Es weiß nicht, dass du dich dadurch nur kurz besser fühlst und sogar langfristig unglücklicher und belasteter wirst. Es weiß nicht, dass du dadurch auch an Körpergewicht zulegst. Im Grunde will es dich nur schützen. Ihm ist nicht klar, dass das nach hinten losgehen kann.

Löse deine geistigen und seelischen Lasten

Willst du langfristig abnehmen und dein Gewicht auch halten, musst du also an die tieferen Ebenen ran. Du musst dich von deinen Lasten und Belastungen befreien und mehr Leichtigkeit in dein Leben bringen. Dadurch wirst du dich innerlich besser fühlen und dein Unterbewusstsein braucht das emotionale Essen nicht mehr, damit du dich besser fühlst.

Belastungen sind vielfältig

In unserem Alltag fühlen wir uns von vielen Dingen belastet. Sie können von außen, aber vor allem auch von innen kommen. Jeder Mensch führt ein anderes Leben, hat seine individuelle Vergangenheit und seine ganz eigenen Lasten zu tragen. Deshalb muss jeder selbst herausfinden, was ihn belastet. Es ist sehr wichtig, dass du dich achtsam beobachtest, in dich gehst und genau hinschaust.

Leben in der Vergangenheit

Viele von uns fühlen sich durch Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit auch heute noch belastet. Vielleicht hattest du eine schwere Kindheit, wurdest von deinen Eltern nicht fair behandelt oder in der Schule gemobbt. Jeder Mensch hat in der Vergangenheit schwere Dinge erlebt. Nicht jeder hat daran noch zu knabbern, aber bei vielen kommen diese Themen immer wieder hoch. Manchmal sind sie im Unterbewusstsein so tief verankert, dass wir aufgrund dieser Erlebnisse auch Jahre später noch Dinge tun, denken oder fühlen, die darauf zurück zu führen sind. Oft bringen wir beides aber gar nicht in Zusammenhang oder können uns bewusst an diese Erlebnisse gar nicht mehr richtig erinnern. Trotzdem haben sie Einfluss auf unsere Entscheidungen und darauf, wie wir uns fühlen.

Erwartungen

Viele Menschen in unserem Umfeld haben Erwartungen an uns. Die Kinder wollen Aufmerksamkeit, der Partner erwartet Liebe und Zuwendung, der Chef erwartet Leistung, die Kollegen erwarten Unterstützung,… Täglich werden so viele Erwartungen an uns gestellt, dass wir sie gar nicht alle erfüllen können. Vielleicht wollen wir auch gar nicht. Dazu kommen dann auch noch die Erwartungen, die wir an uns selbst haben. Wir erwarten von uns, dass wir alles perfekt machen, dass wir uns gesund ernähren, dass wir Sport treiben, dass wir unseren Lieben gerecht werden und vieles mehr. Das alles kann sehr belastend sein, denn wir sind von uns enttäuscht, wenn wir den vielen Erwartungen, die an uns gestellt werden, nicht gerecht werden.

Stress

Zeitdruck, Abgabetermine, Meetings und Alltagsstress können uns ebenfalls sehr belasten. Wir kommen in Zeitnot und haben das Gefühl, nicht alles zu schaffen, was wir zu tun haben. Es gibt unfassbar viele Auslöser von Stress (lies dazu nochmal hier). Egal was das Gefühl von Stress auslöst, der Stress ist immer eine Last, von der wir uns befreien müssen. Denn häufig ist er auch Auslöser für entgleistes Essverhalten.

Sorgen

Über 90% der Sorgen, die wir uns machen sind völlig unnötig. Wir malen uns Schreckensszenarien aus, die so niemals eintreten werden und machen uns Sorgen um andere Menschen, um Geld, um Gesundheit, darum, was andere von uns denken, was andere tun oder sagen könnten. Die Zukunfst bereitet uns Sorgen und wir sehen Gefahren, wo gar keine sind. Sorgen sind eine ganz besondere Belastung für uns. Sie stören unsere Lebensfreude und beeinträchtigen unser Wohlbefinden massiv. Sorgen sind besonders schwere Gewichte, die uns runter ziehen und stark belasten. Wenn wir uns sorgen, schlafe wir oft schlecht, leiden an Konzentrationsschwäche und verlieren an Selbstvertrauen.

Schuldgefühle

Das Gefühl von Schuld ist eine besonders große Belastung. Vielleicht hast du in der Vergangenheit etwas getan, dass jemanden verletzt hat. Du hast dir das bisher nicht vergeben und trägst nun die Schuld daran jeden Tag in deinem Unterbewusstsein mit dir herum. Vielleicht gibst du dir auch für Dinge die Schuld, für die du eigentlich keine Verantwortung trägst. Vielleicht hat dir jemand eingeredet, dass du Schuld hast. Manchmal sind es auch ganz kleine Dinge.

Vielleicht kommen dir folgende Gedanken bekannt vor:

  • „Wie konnte ich das nur vergessen?“
  • „Wie konnte ich das nur sagen?“
  • „Ich müsste mich viel mehr um xy kümmern.“
  • „Wie konnte mir das nur passieren?“
  • „Ich hätte das nicht tun dürfen.“

Das sind ganz typische Selbstvorwürfe und sie sind hausgemacht. Sie kommen nicht zwangsläufig, weil wir etwas getan oder eben nicht getan haben. Wir selbst machen uns diese Schuldgefühle dadurch, dass wir unser Verhalten beurteilen. Dabei führen sie zu nichts. Sie machen das, was geschehen ist nicht besser. Wir bestrafen uns nur damit. Schuldgefühle rauben uns Energie, sie machen uns manipulierbar und führen sogar zu psychosomatische Beschwerden, bis hin zur Depressionen.

Befreie dich von deinen Lasten

Du weißt am Besten, was deine Lasten sind. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, heißt es so schön. Aber das stimmt so nicht. Du musst diese Lasten nicht hinnehmen wie deine Pflicht und sie nicht tragen. Du kannst sie auflösen oder zumindest erträglicher machen. Nur du kannst dich davon befreien. Du musst sie erkennen, Lösungsstrategien finden und diese dann auch anwenden. Das kann auch heißen andere um Hilfe zu bitten. Aktiv zu werden und sich zu befreien, kann auch heißen bestimmte Lasen auf mehrere Schultern umzuladen und gemeinsam zu tragen.

Drei Einfache Schritte, um dich von deinen Lasten zu befreien

Im Grunde ist es gar nicht so schwer, sich von Lasten zu befreien. Es benötigt nur drei einfache Schritte, die du gehen musst und diese sind denkbar leicht. Allerdings musst du dafür deine gewohne Komfortzone verlassen. Veränderung geschieht nur, wenn du etwas veränderst.

1. Erkenne deine Lasten

Nimm dir etwas Zeit und schreibe alles auf, was dich belastet. Auf welche Weise fühlst du dich in deinem Leben schwer. Erstelle eine Liste der Belastungen für deinen Körper, Geist und Seele, die du gern abbauen möchtest.

2. Finde Lösungen

Hast du deine Lasten notiert, schreibe dir für jede mindestens drei Möglichkeiten auf, wie du dich von ihnen befreien könntest.

Beispiel: Schuldgefühle

Belastet dich zum Beispiel eine alte Schuld, könntest du denjenigen, den du verletzt hast, um Verzeihung bitten. Vielleicht kommt dabei sogar raus, dass derjenige die Situation ganz anders wahrgenommen hat und du dir die ganze Zeit völlig umsonst Schuldgefühle gemacht hast.

Beispiel: Erwartungen

Du fühlst dich von deiner Arbeit überfordert? Dann sprich mit deinen Kollegen und deinem Chef. Sie haben sicherlich auch kein Interesse daran, dass du irgendwann mit Burnout wochenlang ausfällst.

Beispiel: Sorgen

Wenn du dich immerzu sorgst, versuche die kreisenden Gedanken mal zu unterbrechen. Frage dich, ob die Sorgen wirklich berechtigt sind. Wenn nein, lenke dich ab und mache etwas anderes. Wenn ja, suche lieber nach Lösungen, statt dich zu grämen. Gedankenkreisen hat noch nie ein Problem gelöst. Gib den Sorgen nicht zu viel Raum. Vielleicht machst du dir lieber einen festen Termin. „Am Sonntag um 12 Uhr, werde ich mich mit dieser Sorge beschäftigen.“ und dann tue etwas anderes.

3. Bringe mehr Leichtigkeit in dein Leben

Du musst deinen Lasten Leichtigkeit entgegensetzen. Gehe einmal in dich und überlege, in welchen Situationen du dich leicht und frei fühlst. Erstelle dir dazu eine Liste und dann tue jeden Tag etwas von dieser Liste. Vielleicht fühlst du dich leicht und frei, wenn du Sport machst, wenn du meditierst, wenn du ein Buch liest, wenn du Zeit mit deiner Familie verbringst. In welchen Situationen ist null Raum für Sorgen, Schuld, Stress und Erwartungen? Tue mehr davon und dein Leben wird viel leichter und reicher.

Mehr Leichtigkeit und weniger Lasten führen auch zu weniger Körpergewicht

Du wirst sehen, wenn du dich von deinen Lasten befreist und mehr Leichtigkeit in dein Leben bringst, wird auch dein Körpergewicht sinken. Du hast weniger Grund dich mit Essen zu betäuben. Es gibt weniger Situationen, die du versuchst durch emotionales Essen aufzulösen. Wenn du dich schwer fühlst, tue etwas von deiner Liste und begegne der Schwere mich Leichtigkeit.

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