Fressanfälle verhindern
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7 Tipps, wie du Fressanfälle verhindern kannst

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Fressanfälle dadurch verhindern kannst, dass du verschiedene Techniken anwendest. Wenn du auch unter diesen Attacken leidest, spürst du in manchen Situationen vielleicht innere Unruhe oder ein seltsames Druckgefühl. Du weißt ebenfalls nicht so richtig, wohin mit dir und du weißt auch nicht so recht, woher das kommt. Du bist dabei nervös, rastlos, ruhelos und hast vielleicht das Gefühl du würdest von innen zerspringen. Lösen tut sich dieser Druck erst, wenn du anfängst zu essen, zu schlingen, dich vollzustopfen. Aber danach kommt dann das schlechte Gewissen, die Scham, Verzweiflung.

Fressanfälle sind mehr als nur Heißhunger

Heißhunger kennt sicherlich jeder. Dabei hast du einfach Appetit auf was Süßes oder auf eine Portion Pommes oder sowas. Der Unterschied zum Fressanfall ist der, dass du wenn du das Lebensmittel auf das du Heißhunger hattest gegessen hast, der Heißhunger auch weg ist. Fressanfälle haben rein gar nichts mit Hunger zu tun. Der Fressanfall hingegen hört erst auf, wenn dir schon schlecht ist. Du isst einfach immer weiter und findest gar kein Ende. Vom Schokoeis bis hin Pizza, zu den Gummibärchen und am Ende schmierst du dir noch ein Käsebrot und stopfst einfach alles in dich hinein, obwohl du schon absolut voll bist.

Wie kannst du Fressanfälle verhindern?

Allerdings bist du dem nicht hilflos ausgeliefert. Auch wenn du dich vielleicht machtlos, hilflos und ohne jede Kontrolle fühlst, kannst du etwas tun, um die Fressanfälle zu verhindern. Einige Möglichkeiten möchte ich dir im folgenden vorstellen.

1. Iss keine schnellen Kohlenhydrate

Fressanfälle verhindern, iss keinen Zucker
Meide schnelle Kohlenhydrate

Fressanfälle haben zwar meistens eher psychische oder emotionale Gründe, aber auch körperliche Auslöser spielen eine Rolle. Wenn du zuviele schnelle Kohlenhydrate in Form von Zucker, Weißmehlprodukten, Reis und Nudeln zu dir nimmst, kann dein Insulin-Haushalt aus den Fugen geraten und so eine Spirale von Hunger – Essen – Hunger – Essen usw. auslösen.

Halte dich an das Hungerfrei-Gesetz

Das kannst du ganz einfach vermeiden, indem du diese Lebensmittel nicht isst. So steht es ja auch im § 1 des Hungerfrei-Gesetzes (lies dazu nochmal hier. )

Wenn das der Grund ist, musst du den Druck also einmal aushalten und dich mit langsamen Kohlenhydraten versorgen. Dann heißt es aussitzen. Wenn die Kohlenhydrate dann langsam ins Blut tröpfeln, kommt auch der Insulinspiegel wieder ins Lot.

2. Ablenkung

Oft entsteht dieses Gefühl, dass du dich mit Essen vollstopfen musst einfach aus Langeweile. Wenn das der Grund ist, kannst du Fressanfälle verhindern indem du dich ablenkst. Gehe im Fall eine Runde spazieren, triff dich mit jemandem, basteln, Sport… was auch immer du gerne tust. Am besten legst du dir eine Liste mit alternativem Verhalten an. Schreib alles auf, was du gern tust und wenn du dann spürst, dass ein Fressanfall naht, tue etwas von der Liste.

3. Visualisierung

Über die Kraft deiner Vorstellungskraft, habe ich dir ja bereits im letzten Artikel erzählt (wenn du ihn noch nicht gelesen hast, klick einfach hier.) Du kannst diese Technik darüber hinaus einsetzen, um Fressanfälle zu verhindern.

Wenn du eine Fressattacke nahen Spürst

Schließe dazu einfach die Augen und lasse deinen Film ablaufen. Stell dir entweder deinen perfekten Tag oder dein Ziel vor. Du kannst dir auch vorstellen, wie du diesen Fressanfall erfolgreich verhindert hast. Ganz wichtig ist, positiv abzuschließen und dich so richtig darüber zu freuen, dass du es diesmal gepackt hast. Nachdem du nun weißt, wie es sich anfühlt den Fressanfall zu verhindern. Meinst du wirklich, du wirst es dann nicht schaffen?

4. Mantra

Das Wort Mantra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt soviel wie Spruch, Lied oder Hymne. Ein Mantra ist ein kurzer Satz, der immer wieder rezipiert wird. Das kannst du entweder laut machen, indem du die Worte wirklich aussprichst oder du tust es leise nur für dich in deinen Gedanken.

Ein Mantra bringt dir innere Stärke

Im Hinduismus und Buddhismus wird es zur Meditation eingesetzt und soll spirituelle Kraft hervorbringen. Klingt für dich jetzt vielleicht erstmal seltsam, wenn du dich mit dem Thema noch nie beschäftigt hast. Aber es hilft wirklich.

Fressanfälle verhindern
Ein Mantra beruhigt und bringt innere Stärke

Wähle dein Mantra

Wähle dir einen Satz, der sich für dich richtig anfühlt. Das kann sowas sein wie: „Dieses Essen wird mich nicht glücklich machen.“ oder „Ich bin stark, ich widerstehe.“ Ich habe sowas wie ein Universalmantra, dass nicht nur auf solche Gefühle passt, sondern in sehr viele Situationen und das ich regelmäßig verwende.

Auch das geht vorüber“

Schließlich handelt es sich bei dem Druck, der den Fressanfall auslöst nur um ein Gefühl. Und jedes Gefühl ist vergänglich, sowohl die angenehmen als auch die unangenehmen. Sie alle kommen und gehen. Das Aufsagen dieses Mantras hat mir immer sehr geholfen Fressanfälle zu hindern.

5. die Ruhetechnik

Bei einem nahenden Fressanfall ist es besonders wichtig, dass du wieder ruhig wirst. Dafür ist die Ruhetechnik besonders gut geeignet. Jeder Buchstabe steht hier für einen Teil der Übung. Die Technik besteht also aus vier Schritten.

R=Ruhe:

Begib dich in die Ruhe-Blase. Schließe die Augen und stelle dir vor, dass du dich im Inneren einer großen Seifenblase befindest. Diese Blase ist voller Ruhe und Sicherheit. Hier gibt es keine negativen Gefühle und keinen Esszwang. Du fühlst dich in ihr absolut geborgen, beschützt, ruhig und sicher.

Ruhe hilft Fressanfälle zu verhindern

U=Unumstößlichkeit:

Du bist fest verwurzelt mit dem Erdboden. Stelle dir vor, aus deinen Fußsohlen sprießen Wurzeln und nichts kann dich mehr umstoßen. Du stehst sicher und hast Halt, als wärst du mit dem Boden verwachsen, wie ein Baum.

H=Hhhhh:

Atme tief ein und aus. Konzentriere dich auf deinen Atem. Atme ein, halte den Atem viermal so lange an, dann atme halb so lange aus. So stellst du wieder innere Ruhe her. Wiederhole die Atemübung so lange, bis du die Ruhe spüren kannst und du dich schon besser fühlst.

E=Entspannung:

Spanne zunächst die Muskeln am ganzen Körper so stark an, wie du nur kannst. Halte die Spannung solange du einatmest. Wenn du wieder ausatmest, lässt du alle Anspannung mit einem mal los und deine Muskeln werden wieder ganz weich.

6. der Talisman

Ein Talisman kann eine sehr große Hilfe beim Überwinden von Esszwängen sein. Nein er hat keine Zauberkräfte und es handelt sich hier auch nicht um Hokuspokus oder Esoterik. Er soll dich lediglich daran erinnern, was eigentlich dein Ziel ist und dir helfen dich wieder zu beruhigen, wenn du die innere Unruhe eines Esszwangs in dir spürst.

Jeder kleine Gegenstand ist geeignet

Jedes Mal wenn dich nun der Esszwang überkommt, nimmst du deinen Talisman in die Hand und denkst fest an deine Ziele. Richte deine Aufmerksamkeit auf den Talisman und spüre ihn in deiner Hand. Spüre wie er in deiner Hand langsam warm wird und stelle dir vor seine Energie geht auf dich über.

7. Reflexion und Innenschau

Die ersten 6 Tipps dienen der Soforthilfe, aber du musst auch langfristig daran arbeiten, dass du am besten gar keine Fressanfälle mehr bekommst. Dazu musst du unbedingt herausfinden, was der Auslöser für dieses Drang ist. Denn im Grunde ist dein Verhalten nur eine Gewohnheit. Du hast dir angewöhnt bei bestimmten Emotionen oder Situationen mit einem Fressanfall zu reagieren und nun musst du herausfinden in welchen Situationen es dich überkommt.

Gehe an die Wurzel

Jedes Mal, wenn du den Essdrang spürst halte kurz inne und schreibe dir auf, was heute so los war. Gab es Stress oder Streit? Fühlst du dich heute besonders traurig undunglücklich? Wenn du das lange genug machst, wirst du irgendwann an den Kern kommen. Das geht nicht von heute auf morgen. Habe Geduld mit dir.

Reflexion als Chance für Veränderung

Wen du an den Kern gestoßen bist, hast du die Chance etwas daran zu ändern und dein wahres Problem aufzulösen.

Wenn du auch vergeblich versuchst Fressanfälle zu verhindern, versuch es doch mal mit der ein oder anderen Methode und schreib mir, wie es bei dir geklappt hat. Hast du selbst noch Tipps? Immer her damit. Ich freue mich auf deine Nachricht.

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