Intervallfasten Abnehmen
Blog,  Körpersache

Gastbeitrag: Wie Intervallfasten dir beim Abnehmen hilft

Heute darf ich euch den ersten Gastartikel auf diesem Blog präsentieren. Ich beschäftige mich ja schon länger mit dem Intervallfasten und habe bei meiner Recherche eine ganz tolle Seite dazu entdeckt. Die beiden sympathitischen Betreiber, haben sich bereit erklärt mich mit einem Gastartikel zum Thema Intervallfasten und Abnehmen zu unterstützen und darüber freue ich mich riesig, denn da steht eine riesen Expertise hinter.

Marion Selzer Expertin für Intervallfasten

Marion Selzer

Marion Selzer ist Dipl. Juristin, Gesundheits- und Ernährungsberaterin. Intervallfasten ist aus ihrem Leben nicht mehr weg zu denken. Mit ihren Artikeln, Büchern und Kursen möchte sie zeigen, dass ein gesunder Lebensstil für jeden von uns möglich ist. Zusammen mit ihrem Partner Jens Sprengel betreibt sie das Intervallfasten-Portal www.if168.de. Diesen Artikel hat sie extra für euch geschrieben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Wie Intervallfasten dir beim Abnehmen hilft

Wenn du abnehmen möchtest und dabei bislang mit herkömmlichen Diäten gescheitert bist, dann solltest du es einmal mit Intervallfasten versuchen! Beim Intervallfasten brauchst du keine Kalorien zu zählen und auch nicht auf deine Lieblingsgerichte verzichten. Hier geht es einzig und allein darum, deinem Körper regelmäßige Auszeiten vom Essen zu gönnen. Damit meine ich Phasen, in denen du gar nichts isst, in denen du fastest. Keine Sorge, das klingt vielleicht schwierig. Ist es aber gar nicht. Den meisten Menschen fällt es leichter, eine Zeil komplett aufs Essen zu verzichten, statt sich zu jeder Mahlzeit in Menge und Auswahl beschränken zu müssen

Formen von Intervallfasten

Es gibt verschiedene Formen von Intervallfasten. Bei der „klassischen“ Variante dauern die Essenspausen 16 Stunden. Hier wechseln sich 8-stündige Essensfenster mit 16-stündigen Fastenphasen ab. Du kannst aber auch 18 oder 20 Stunden am Tag fasten oder sogar ein- bis zweimal in der Woche komplette Fastentage einlegen, in denen Du für 24 oder 36 Stunden auf Nahrung verzichtest.

Intervallfasten hat beim Abnehmen viele Vorteile

Im Vergleich zu herkömmlichen Diäten hat intermittierendes Fasten, wie Intervallfasten auch genannt wird, gleich mehrere Vorteile für die Gewichtsabnahme.

1. Intervallfasten kurbelt beim Abnehmen die Fettverbrennung an

Phasen ohne Nahrung kurbeln die Fettverbrennung an, schützen vor Muskelabbau und verhindern den allseits gefürchteten Jojo-
Effekt. Auf den Insulinspiegel kommt es an. Damit der Körper überflüssige Fettdepots abbauen kann, muss der Insulinspiegel im Blut unter einen gewissen Pegel sinken. Nur dann werden die im Fettgewebe eingelagerten Fettsäuren mobilisiert und zur Energiegwinnung genutzt. Jede Form von Nahrung – egal ob Protein, Kohlenhydrate oder Fette – regt die Insulinausschüttung an. Wenn der Insulinspiegel hoch ist, wird dadurch die Fettverbrennung blockiert. Sobald der Insulinspiegel absinkt, werden fettverbrennende Hormone ausgeschüttet. Genau deshalb führen die Phasen ohne Nahrung beim Intervallfasten zu einer stärkeren Fettverbrennung als Diäten, bei denen zwar die Kalorienanzahl reduziert wird, aber trotzdem in regelmäßigen Abständen Nährstoffe aufgenommen werden.

2. Intervallfasten schützt beim Abnehmen vor Muskelabbau

Wenn der Körper über mehrere Stunden ohne Nahrung in den sogenannten Fastenmodus wechselt, wird die Produktion verschiedener Botenstoffe und Hormone angeregt. Unter anderem steigt dabei auch die Ausschüttung von HGH (= Humon Growth Hormon/Wachstumshormon). HGH regt die Fettverbrennung an und schützt zugleich Muskeln (und auch Knochen) vor Abbauprozeßen. Diesen Effekt haben herkömmliche Diäten nicht. Da bei Diäten zwar weniger Kalorien aufgenommen, aber nicht gefastet wird, bleibt die HGH-Ausschüttung aus. Dann baut der Körper, wie bei einer Mangelernährung in erster Linie Muskelgewebe zum Ausgleich des Energiedefizits ab! Intervallfasten hingegen schützt vor Muskelabbau. Hier wird der Energiebedarf vor allem durch die Verbrennung von eingelagertem Fett gedeckt. Und genau das wollen wir ja. Ob Muskeln oder Fett verbrannt werden, ist eine Frage der Hormone und nicht der Kalorienanzahl! (Kommentar von hungerfrei: Das liegt auch am Ghrelin, wenn ihr euch erinnern 😉 ansonsten lest gern hier nochmal nach)

3. Kein Jojo-Effekt beim Intervallfasten

Wenn wir bei einer herkömmlichen Diät zwar genauso häufig essen wie zuvor, aber nicht genügend Kalorien zu uns nehmen, um unseren Energiebedarf zu decken, gerät der Körper in eine Art Notzustand. Es kommgt dabei zwar, kurzweilig auch zur Gewichtsabnahme, aber dann passt der Körper recht schnell seinen Stoffwechsel an diese neuen Umständen an: Er verlangsamt die Stoffwechselrate und reduziert dadurch einfach seinen Energiebedarf. Indem er den Grundumsatz herunterschraubt, sorgt er dafür, dass er auch mit weniger Kalorien möglichst lange überleben kann. Deshalb stagniert die Gewichtsabnahme bei einer Diät relativ schnell und die Verbrennungsrate wird zunehmend immer langsamer. Diäten machen auf Dauer den Stoffwechel kaputt!

Die Kalorienmenge muss immer mehr gesenkt werden

Um trotzdem weiter abzunehmen, müssen wir die Kalorienmenge immer mehr redzuzieren – umso langsamer wird der Stoffwechsel und umso weniger Energie steht uns zur Verfügung. Deshalb führen Diäten in eine „metabolische Sackgasse“. Und das Schlimme ist, wenn wir dann nach der Diät wieder wie gewohnt essen, der Stoffwechsel aber immer noch im Keller ist, dann steigt unser Körpergewicht rasend schnell wieder an. Der Jojo-Effekt lässt grüßen!

Beim Intervallfasten belibt der Jojo-Effekt aus

Im Gegensatz zu Diäten gerät der Körper hier nicht in einen Notzustand. Während der Fastenphase sinkt der Insulinspiegel ab und der HGH-Spiegel an, wodurch der Körper auf eingelagertes Fettgewebe zugreifen und daraus seinen Energiebedarf decken kann. Das passiert nur beim Fasten, aber nicht bei einer Diät mit Kalorienrestrikton und gleichbleibender Mahlzeitenfrequenz. Das heißt, auf hormoneller und metabolischer Ebene macht es einen absoluten Unterschied, ob wir regelmäßig essen und einfach nur weniger Kalorien zu uns nehmen oder ob wir Phasen ohne Nahrung einlegen, also intermittierend fasten.

Deshalb ist Intervallfasten überlegen

Aufgrund dieser Tatsache ist Intervallfasten jeder Diät haushoch überlegen, wenn es um biologisch sinnvolle und dauerhafte Gewichtsabnahme geht! Probiere es doch mal aus, was hast Du schon zu verlieren??

Vielen Dank, liebe Marion, für diesen informativen Artikel. Ich stimme vielleicht nicht mit jedem Punkt überein, aber trotzdem finde ich deinen Text sehr überzeugend. Ich glaube, das probiere ich mal aus 😉

4 Kommentare

  • Anke

    Hallo,
    danke für den interessanten Beitrag. Ich beschäftige mich auch schon länger mit dem IF (16/8). Leider lese ich immer öfter, dass Frauen kein IF machen sollen weil sich das auf die Hormone auswirkt. Bzw dadurch unser komplexes Hormonsystem aus dem Gleichgewicht kommt. Männer haben hingegen damit weniger Probleme. Der weibliche Körper soll auch auf kurze Zeiten des Fastens mit Stress reagieren , was uns und unserem Hormonsystem nicht gut tut. Hast du hierzu eine Meinung?
    Ganz liebe Grüsse Anke

    • Miriam.Hungerfrei

      Hallo Anke, das habe ich auch schon gelesen. Ich habe mir die Studien dazu mal näher angeschaut.
      Leider sind die nicht besonders aussagekräftig, weil sie zum Beispiel gar nicht erfasst haben,
      was diese Frauen dann in der Essensphase überhaupt gegessen haben. Ich glaube eher, dass
      die Auswirkungen auf den Hormonhaushalt etwas damit zu tun haben, dass diese Frauen dann zu wenig in
      der Essensphase gegessen haben. Bei zu geringer Kalorienaufnahmen über eine längere Zeit ist es nämlich
      ganz normal, dass der Hormonhaushalt sich dann anpasst und auch die Periode ausbleiben kann. Das passiert ja bei
      Frauen, die unter Magersucht leiden auch ganz oft. Das würde auch erklären, warum es genauso viele Frauen
      gibt, die mit dem Intervallfasten sehr gut zurecht kommen. Unser Körper ist darauf von der Evolution ausgelegt
      Fastenphasen gut zu überstehen. Da ist es, meiner Meinung nach, egal ob Mann oder Frau. Allerdings gibt es Hinweise darauf,
      dass Frauen je nach Zyklusphase einfach mehr Appetit haben und sie dann mit einem kürzeren Fastenfenster von vielleicht
      14 Stunden besser fahren. Quälen soll man sich ja auch nicht. Ich hoffe diese Antwort hilft dir weiter. Liebe Grüße, Miriam

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen