Verbotene Lebensmittel
Blog,  Das Hungerfrei-Gesetz,  Kopfsache

Hungerfrei-Gesetz §1 verbotene Lebensmittel

In meinem letzten Artikel ging es darum, wie Regeln dir dabei helfen können, deine Willenskraft zu schonen und du es dir so einfacher machst, ans Ziel zu kommen (guckst du hier). Dabei habe ich dir erklärt, dass diese Regeln für dich Gesetzescharakter haben sollten und du sie auf keinen Fall übertrittst. Sie sind sozusagen dein „Hungerfrei-Gesetz“. Einer der wichtigsten Punkte beim Abnehmen ist natürlich die Ernährung und ein Aspekt, der dir sehr helfen kann, sind verbotene Lebensmittel.

Streiche deine Trigger

Vielleicht kennst du das auch. Da ist dieses eine Lebensmittel, von dem du gar nicht genug kriegen kannst. Wenn du einmal mit dem Futtern anfängst, überkommt es dich und du hast dich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Es kann geradezu ein Suchtverhalten auslösen. Du hast das Gefühl, wie fremdgesteuert zu sein und es fällt dir unfassbar schwer zu widerstehen.

Nur ein Stück Schokolade?

Bei mir nicht drin. Eigentlich esse ich immer die ganze Tafel. Zwar nehme ich mir vor, nur ein Stückchen zu genießen und packe sie gleich wieder in den Kühlschrank, aber dabei bleibt es dann im Grunde nie. Ich schleiche um den Kühlschrank, nehme mir noch ein Stückchen und das geht dann so weiter, bis ich sie vernichtet habe. Vorher hab ich einfach keine Ruhe. Ich denke so lange an die Schokolade, die da auf mich wartet, bis sie weg ist.

Es gibt auch Lebensmittel, die ein richtiger Trigger für sind. Wenn ich sie esse, überkommt es mich und ich höre dann gar nicht mehr auf zu essen. Dann ist nicht Schluss, wenn es weg ist. Sondern ich esse dann weiter, bis mir schon schlecht ist.

Es gibt zwei Gründe für diese Reaktion

1. Die Insulin-Schaukel

Insulin dürfte den meisten Menschen mittlerweile bekannt sein. Da immer mehr über Diabetes und seine Folgen berichtet wird und er zur Volkskrankheit Nr. 1 avanciert, hat hierzulande sicher schon jeder etwas von diesem Hormon gehört.

Insulin reguliert den Blutzuckerspiegel.Essen wir Kohlenhydrate werden diese durch die Verdauung in kleinste Zuckermoleküle zerlegt und gelangen so ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt und das ist das Signal für den Körper Insulin auszuschütten. Das Insulin dockt an die Zellen an, schließt sie wie ein Schlüssel auf und lässt den Zucker hinein. Dort wird er dann entweder (falls nötig) direkt zu Energie verbrannt oder für später in Form von Fett gespeichert. Ein ziemlich schlaues und relativ einfaches, idiotensicheres System, dass sich die Evolution da ausgedacht hat.

Jedoch hat die Evolution hat nicht mit der Idiotie der modernen Welt gerechnet!

Denn dieses System funktioniert nur solange reibungslos, wie wir natürliche Lebensmittel essen, die normalerweise langkettige Kohlenhydrate enthalten. Der Körper braucht relativ lange sie aufzuspalten und deshalb gelangt der Zucker nur sehr langsam ins Blut. Er tröpfelt sozusagen hinein, so dass der Körper genug Zeit hat genau die richtige Menge Insulin bereitzustellen und alles ist im grünen Bereich.

Unsere moderne Industrie-Nahrung enthält allerdings sehr viele kurzkettige Kohlenhydrate. Alle Lebensmittel denen Zucker zugesetzt wurde, auch Honig, Agavendicksaft, Rohrzucker und Co. sowie Weißmehl-Produkte wie Brot, Kuchen, Kekse, Nudeln… haben eine heftige Insulinreaktion zur Folge. Da der enthaltene Zucker nicht erst aufwendig zerlegt werden muss, schießt er geradezu ins Blut. Panisch reagiert der Körper mit der Produktion einer riesigen Menge Insulin, um den Zucker in die Zellen zu verfrachten.

Unser Blutzucker unterliegt einem relativ empfindlichen Gleichgewicht

Er darf weder zu hoch, noch zu niedrig sein. In seiner Panik hat der Körper aber etwas zu viel Insulin ausgeschüttet. Dieses kommt seiner Aufgabe nach und es wird zu viel Zucker aus dem Blut in die Zellen geschleust. Es kommt zum Unterzucker. Im schlimmsten Fall reagiert der Körper mit Schwindel bis hin zur Ohnmacht.

Auf jeden Fall aber muss Nachschub her und dein Stammhirn, Sitz deiner Instinkte, schickt dich Essen holen. Aber bitte Kohlenhydrate, damit der Insulinspiegel wieder sinkt. Das ist dann dieses fremdbestimmte Gefühl. Denn wenn das Stammhirn befiehlt, kannst du dich gar nicht widersetzen. Du hast gar keine Chance. Deine Instinkte kannst du nämlich nicht bewusst steuern. Du holst also etwas zu essen, meistens sind das verbotene Lebensmittel, wie auf Autopilot. Handelt es sich dabei wiederum um schnelle Kohlenhydrate, fängt das Spiel von vorne an.

2. Schlechte Angewohnheiten

Dein Essverhalten ist ein Bündel an Gewohnheiten, dessen Grundstein in deiner Kindheit gelegt wurde. Hat es zur Belohnung nach einem anstrengenden Tag zuhause ein dickes Eis gegeben, kann es passieren, dass dein Gehirn mit dem Eis das Gefühl von Entspannung verknüpft. Wird dieses Gefühl dann noch durch eine ordentliche Portion Glückshormone verstärkt, wird dein Gehirn diese beiden Dinge fest miteinander verweben. Es speichert dann ab, dass du ein Eis essen musst, wenn du dich entspannen willst.

Diese falschen Schlussfolgerungen sind in jedem Gehirn abgespeichert

Manche haben keine negativen Auswirkungen. Sind jedoch Gefühle mit dem Essen verknüpft, führt das zu emotionalem Essen. Dein Gehirn will dir im Grunde nur helfen, dich besser zu fühlen und ruft dafür dieses antrainierte Verhalten ab. Eine Gewohnheit entsteht und die läuft wiederum außerhalb deiner bewussten Handlungen ab. Wieder bist du auf Autopilot und immer wenn du jetzt einen stressigen Tag hattest (um bei unserem Beispiel zu bleiben), bekommst du einen riesen Heißhunger auf ein Eis. Dein Gehirn will schließlich, dass du dich besser fühlst und hat abgespeichert, dass das mit einem Eis super funktioniert.

Verbotene Lebensmittel machen also durchaus Sinn in einer Diät

Als ich das begriff, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich bin nicht verrückt und zwangsgestört! Ich bin lediglich in die Zuckerfalle getappt und mein Stammhirn hat die Kontrolle übernommen, um mich am Leben zu erhalten. Das empfinde ich als unheimlich Entlastung! Denn ich kann etwas dagegen tun. Ich muss einfach aufhören verbotene Lebensmittel ,wie Zucker und schnelle Kohlenhydrate zu essen und schon habe ich dieses Problem gelöst.

Außerdem kann ich mich daran machen, meine schlechten Gewohnheiten zu identifizieren und daran arbeiten sie durch gute zu ersetzen.

Hungerfrei-Gesetz §1: Iss keine Lebensmittel, die dich verleiten über deinen Hunger hinaus zu essen

Verbotene Lebensmittel

Eine deiner goldene Regel sollte es auf jeden Fall sein, verbotene Lebensmittel ganz weg zu lassen. Das macht dir dein Leben viel einfacher. Du kommst nicht in die Versuchung und so minimierst du die Gefahr, zu viel von ihnen zu essen.

Es handelt sich nicht bei jedem um die gleichen Dinge, die ein solches Verhalten auslösen. Vielleicht bist du in der Lage nur ein Stück Schokolade zu essen, aber bei Nudeln klinkt es bei dir aus. Oder du stopfst dich mit knusprigem Toastbrot voll, bis es nicht mehr geht.

Eine Sache haben diese Lebensmittel aber gemeinsam. Meistens sind sie reich an Zucker und/oder Fett und haben reichlich Kalorien. Sie sind also bei einer Diät sowieso keine gute Wahl. Am besten erstellst du dir eine Liste. Wenn du ein bisschen drüber nachdenkst, kommst du sicher schnell auf deine Trigger.

Welche Lebensmittel gehören bei dir auf die Liste? Kennst du dieses fremdgesteuerte Gefühl auch? Schreib mir doch in die Kommentare. Ich freue mich von dir zu lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen