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Hungerfrei-Gesetz § 3 Halte dich an deinen Plan und baue neue Gewohnheiten auf

Nachdem die ersten zwei Paragraphen des Hungerfrei-Gesetzes stehen, gilt es nun weitere sinnvolle Regeln zu etablieren. Damit du es leichter hast neue Gewohnheiten aufzubauen, muss du dich an deinen Ernährungsplan auch unter allen Umständen halten. Nur wenn du ganz konsequent bist, hast du eine Chance deine Essgewohnheiten nachhaltig zu verändern.

Dein ungesundes Essverhalten besteht aus Gewohnheiten

Schlanke Menschen hatten möglicherweise einfach das Glück, dass sie sich gesünderes Verhalten im Bezug auf das Essen angewöhnt haben als du. Während du dir vielleicht angewöhnt hast auf negative Gefühle mit einem Fressanfall zu reagieren, haben schlanke Menschen dafür andere Mechanismen entwickelt.

Das macht dich nicht zu einem schlechten Menschen

Du bist daran nicht Schuld. Dein Gehirn hat in deiner Kindheit lediglich nicht so sinnvolle Verknüpfungen aufgebaut. Das hast du leider nicht in der Hand. Während schlanke Menschen Essen nutzen, um ihren Körper mit Nährstoffen zu versorgen und um satt sein sein, hast du dir angewöhnt, es auch für andere Zwecke zu nutzen.

Die richtigen Gewohnheiten sind der Schlüssel zu einem freien, gesunden und zufriedenen Leben und einem schlanken Körper.

Aber was sind eigentlich Gewohnheiten?

Im Grunde sind Gewohnheiten einfach Automatismen. Sie laufen wie ein automatisches Programm ab, wie der Autopilot bei einem Flugzeug. Während der Autopilot läuft hat der Kapitän, dein Bewusstsein, genug Zeit sich um wichtigere Dinge zu kümmern. Der Kapitän im Flugzeug schaut vielleicht schon einmal wie das Wetter am Zielflughafen ist oder hat die Instrumente im Blick. Er spart sich die Energie lieber für brenzlige Situationen wie den Start und die Landung oder vielleicht Turbulenzen auf.

Auch wir tun sehr viele Dinge auf Autopilot

So macht dein Gehirn das auch. Alles was du ziemlich oft tust, morgens deine Zähne putzen zum Beispiel, hat dein Bewusstsein outgesourced. Den Job übernehmen die Basalganglien. Das ist der Teil in deinem Gehirn, in dem alle deine Gewohnheiten abgespeichert sind. Wenn das Bewusstsein sich um diesen Kleinkram auch noch kümmern müsste, wäre es sicherlich total gestresst. Deswegen laufen solchen Tätigkeiten automatisch ab.

Dinge, die wir sehr oft tun werden zu Gewohnheiten

Bist du auch schon einmal mit dem Auto zur Arbeit gefahren, dein Kopf war schon dabei die Aufgaben für den Tag durchzugehen, eine Einkaufsliste wurde in Gedanken erstellt, deine Mutter wolltest du heute auch noch anrufen und schon bist du angekommen und kannst dich an die eigentliche Fahrt gar nicht mehr erinnern? In solchen Momenten waren deine Basalganglien aktiv. In diesem Gehirnbereich werden alle Aktivitäten, die du sehr oft durchführst als Gewohnheiten gespeichert.

Und das ist auch gut so, denn das entlastet unser Gehirn. Das ist nämlich nicht in der Lage sich auf so viele Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Es braucht einen Filter und es braucht Automatismen, damit es nicht total überfordert ist.

Die Basalganglien sind ein Langzeitspeicher

Es dauert ziemlich lange bis eine Tätigkeit da überhaupt rein kommt und sie dort zu entfernen ist gar nicht so leicht. Wie bei einer Festplatte bleibt immer ein kleiner Teil der Gewohnheit zurück. Deshalb fällt man auch in alte Gewohnheiten leicht zurück.

Deshalb musst du unbedingt durchhalten. Es dauert im Durchschnitt 66 Tage bis du eine alte Gewohnheit durch eine neue ersetzt hast. Das ist allerdings nur ein statistischer Durchschnittswert. Studien ergaben da eine sehr breite Streuung zwischen 18 und 254 Tagen. Je konsequenter du dich an deine neuen Regeln hältst, desto schneller werden sie zur Gewohnheit und ab da wird alles viel leichter.

Wie Trampelpfade in unserem Gehirn

Bist du schon einmal auf einer total verwilderten Wiese oder im Unterholz eines Waldes über einen unberührten Boden gelaufen? So musst du dir das in deinem Gehirn in etwa vorstellen. Wenn du das erste Mal diesen Weg gehst, ist das noch ziemlich anstrengend. Je häufiger du nun aber den gleichen Weg nimmst, desto einfacher wird es. Erst trampelst du das Gras platt und nach und nach wird der Weg immer bequemer. Irgendwann ist er dann so breit und eben, dass du sogar mit einem Handkarren oder einer Schubkarre dadurch kommst.

Kommt Zeit, kommt Rat

Solche Wege können bis zur Autobahn ausgebaut werden. Allerdings braucht das eben etwas Zeit. Genau wie die Autobahnen ja auch nicht in zwei Wochen gebaut wurden, braucht der Aufbau deiner Gehirn-Autobahn auch etwas Zeit. Also musst du etwas Geduld haben. Je konsequenter du dabei bist, desto schneller geht das.

Deshalb lautet der § 3 im Hungerfrei-Gesetz: Halte dich unter allen Umständen an deinen Plan und mache keine Ausnahme.

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